Psychologische Manipulation

Prüfen und schalten – Daten behalten

Psychologische Manipulation

Prüfen und schalten – Daten behalten

  • Betrugsmaschen erkennen
  • Daten schützen
  • Informiert bleiben
Überblick

Wie Betrug beginnt – und nicht enden sollte

Betrugsversuche zielen auf allzu menschliches Verhalten. Darin liegt Ihre besondere Gefahr.

Betrüger nutzen nicht technische Schwächen aus, sondern menschliche Reaktionen und Verhaltensweisen wie Vertrauen, Hilfsbereitschaft oder Stress. Zum Beispiel wird ein Zwischenfall (auf dem Konto) vorgetäuscht. Das löst Panik aus. Denn wer unter starken Emotionen steht, ist leichter manipulierbar. Das kann Stress oder Freude sein – wie beim Anlagebetrug, wo hohe Gewinne versprochen werden.

Laut einer aktuellen Mastercard-Studie waren 73 Prozent der Deutschen im letzten Jahr Ziel eines Betrugsversuchs, bei der Gen Z waren sogar 41 Prozent Opfer eines Betrugs. Entgegen dem Vorurteil, dass es nur alte Menschen trifft, ist die Gen Z sehr oft betroffen.

Doch Sie können sich wirksam schützen, indem Sie die Tricks und Maschen der Betrüger erkennen. Erfahren Sie, wann die Alarmglocken läuten sollten.

Das fordert Ihre Sparkasse niemals

  • PIN, Passwort oder TAN
  • Installation von Apps über Links aus Nachrichten
  • Bestätigung angeblicher „Sicherheitsupdates”
Sicherheitswarnungen

Aktuelle Sicherheitswarnungen

Tägliche Einschätzung der Sicherheitslage

Das Sicherheits-Barometer von „Deutschland sicher im Netz“ liefert einen aktuellen Überblick über Gefahren im Internet. Es basiert auf gemeldeten Vorfällen und informiert über potenzielle Risiken für Nutzerinnen und Nutzer.

Bleiben Sie informiert

Das Computer-Notfallteam der Sparkassen-Finanzgruppe warnt regelmäßig vor aktuellen Betrugsversuchen. Schützen Sie sich, indem Sie die Hinweise beachten. Erfahren Sie, worauf Sie jetzt besonders achten sollten.

Typische Betrugsversuche

Typische Betrugsversuche und Warnsignale

Ist diese E-Mail wirklich von Ihrer Sparkasse?

Die E-Mails sehen täuschend echt aus – sind aber Fälschungen. Oft geht es um die Aktualisierung der Daten, abgelaufene Passwörter oder ähnliches. Pishing-E-Mails arbeiten fast immer mit Stress. Wird mit der (temporären) Sperrung des Online-Zugangs oder des Kontos gedroht, ist Vorsicht geboten.

Wichtig:

  • Ihre Sparkasse setzt Sie nicht per E-Mail unter Zeitdruck.
  • Ihre Sparkasse fordert Sie niemals per E-Mail auf, sich über einen Link einzuloggen.

Weitere Warnsignale:

  • Ungewöhnlicher Absender: Endet die Absender-E-Mail-Adresse nicht sauber auf @sparkasse.de oder mit der korrekten Angabe Ihrer Sparkasse (@sparkasse-meine-Stadt.de), gilt besondere Vorsicht. Bereits kleine Abweichungen sind ein großes Warnsignal.
  • Keine persönliche Anrede: Formulierungen wie „Liebe Kundschaft der Sparkasse“ sind verdächtig. Ihre Sparkasse spricht Sie fast immer mit Namen an.
  • Fehlerhafte Sprache: Holprige Formulierungen, falsche Groß- oder Kleinschreibung, komischer Ton. Sparkassen-Texte sind immer sauber und professionell.
  • Dateianhang: Nicht öffnen, Ihre Sparkasse schickt keine sicherheitsrelevanten Anhänge per Mail.

Wenn Sie unsicher sind, löschen Sie die E-Mail oder leiten Sie diese an Ihre Sparkasse weiter.

Beispielfoto einer Betrugsmail
Haben Sie eine SMS erhalten, die Sie verunsichert?
Foto einer Betrugs-SMS

Betrugs-SMS geben sich als Nachrichten der Sparkassen aus. Wie bei E-Mails wird auch hier Stress aufgebaut. So wird angekündigt, das Konto einzuschränken oder zu sperren. Zugangsdaten verlieren angeblich Ihre Gültigkeit. Meist gibt es einen Link. Dem sollen Sie folgen. Oder eine Telefonnummer, die Sie anrufen sollen. Hier ist größte Vorsicht geboten.

Wichtig:

  • Ihre Sparkasse setzt Sie nicht unter Zeitdruck.
  • Ihre Sparkasse fordert Sie niemals per SMS auf, einen Link anzuklicken oder eine Nummer anzurufen.

Weitere Warnsignale:

  • Keine persönliche Anrede: Formulierungen wie „Sehr geehrter Kunde“ sind verdächtig. Ihre Sparkasse spricht Sie fast immer mit Namen an.
  • Link in der SMS: Links wie sparkasse-verify.info, spk-login.xyz sehen seriös aus, sind es aber nicht.
  • Fehlerhafte Sprache: Holprige Formulierungen, falsche Groß-/Kleinschreibung, komischer Ton. Sparkassen-Texte sind immer sauber und professionell.
  • Absender wirkt echt: Trotzdem Vorsicht, denn SMS-Absender lassen sich leicht manipulieren.

Wenn Sie unsicher sind, löschen Sie die SMS oder leiten Sie diese an Ihre Sparkasse weiter.

Hat Sie jemand angerufen und sich als Sparkasse ausgegeben?

Ein Anruf, der angeblich von der Sparkasse kommt, ist eine klassische Phishing-Masche. Diese Anrufe wirken oft sehr professionell. Sie erzeugen Stress durch Aussagen wie „Wir haben verdächtige Umsätze festgestellt“ oder „Ihr Konto ist akut gefährdet“. Zugleich versuchen sie, Vertrauen aufzubauen: Die Anrufer kennen vielleicht Ihren Namen und Wohnort (Datenlecks), klingen kompetent und zeigen Verständnis. Doch das ist nur eine Masche.

Wichtig:

  • Echte Sparkassen-Mitarbeitende erzeugen keinen Druck und keine Angst.
  • Echte Sparkassen-Mitarbeitende rufen nicht plötzlich an und verlangen Handlungen am Telefon.

Weitere Warnsignale:

  • Sensible Daten werden verlangt: PIN, Online-Banking-Passwort oder pushTAN-Freigaben. Verbreitet ist auch die Aufforderung, Daten selbst einzugeben. Damit sollen Sie betrügerische Aktivitäten autorisieren.
  • Aufforderung, etwas zu tun: Sie sollen zum Beispiel eine „Testüberweisung“ durchführen oder pushTANs freigeben. Damit wird der Betrug autorisiert.
  • Rufnummer wirkt echt: Im Display steht die echte Sparkassen-Nummer. Doch die Rufnummern-Anzeige ist kein Beweis und kann gefälscht sein.

Legen Sie sofort auf und diskutieren Sie nicht. Warten Sie ein paar Minuten. Wählen Sie dann selbst die offizielle Nummer, die Sie zum Beispiel auf Ihrer Sparkassen-Card, Ihrer Internet Filiale oder App finden.

Wurde Ihnen eine Geld-Anlage mit hohen Gewinnen angeboten?

Es beginnt oft mit vielversprechender Werbung und großen Versprechen. Hohe Gewinne werden in Aussicht gestellt. Es ist von keinem oder geringem Risiko die Rede. Die Werbeanzeigen tauchen auf verschiedensten Seiten im Internet auf. Oder Sie erhalten die Werbung per E-Mail, SMS oder WhatsApp. Beworben werden Trading-Plattformen oder Geldanlagen – oft durch Prominente. Hier geht es um Betrug.

Wichtig:

  • Bei einer seriösen Geldanlage gibt es keine garantierten Gewinne.
  • Seriöse Anbieter werben nicht so aggressiv.

Weitere Warnsignale:

  • Bezug zu Banken: Die Plattformen ähneln in Ihrem Erscheinungsbild der Sparkasse oder anderen Finanz-Instituten.
  • Ständiger persönlicher Berater: Er ruft häufig an und baut Vertrauen auf. Dabei drängt er Sie zu immer höheren Einzahlungen.
  • Druck und Abschottung: Wenn ein Angebot „nur für heute gilt“ oder Sie mit niemandem darüber reden sollen, dann lassen Sie die Finger davon.
  • Anfangsgewinn, dann Probleme: Ein Dashboard zeigt steigendes Guthaben. Doch die Auszahlung ist später nicht möglich. Die „Gewinne“ sind nur Zahlen auf dem Bildschirm.
  • Neue Gebühren vor Auszahlung: Es folgen Ausreden, wenn Sie sich Ihr Geld auszahlen möchten, zum Beispiel „Steuer vorab“, „Freischaltungsgebühren“, etc.
  • Intransparente Firma: Es gibt kein echtes Impressum, die Adresse ist nicht auffindbar oder es existiert nur eine Briefkastenfirma.

Wenn das Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, dann ist es fast immer Betrug. Prüfen Sie, ob der Anbieter bei der Finanz-Aufsicht registriert ist? Wenn nicht, dann lassen Sie die Finger davon.

Auch der kostenlose „Fake-Check Geldanlage" der Verbraucherzentrale gibt eine erste Einschätzung.

Beispiel einer Mail zu einer betrügerischen Geldanlage
Sollten Sie auf dieser Webseite Ihre Daten eingeben?

Im Internet tauchen Internetseiten im Look der Sparkasse auf. Die Seiten sind oft sehr gut gemacht. Gelockt werden Sie auf die Seiten zum Beispiel per E-Mail, SMS oder WhatsApp. Auch hier wird mit Druck, Kontosperrung und Stress gearbeitet. Oft sollen Sie Bankdaten wie Zugangsdaten zu Ihrem Online-Banking eingeben. So werden diese sensiblen Daten abgegriffen. Darum seien Sie vorsichtig.

Wichtig:

  • Die Internetseiten Ihrer Sparkasse bauen keinen Druck auf.
  • Ihre Sparkasse leitet Sie nicht mit Links auf Seiten, wo Sie Ihre Daten eingeben sollen.

Weitere Warnsignale:

  • Falsche URL: Web-Adressen wie sparkasse-login.info, sicher.sparkasse-verifizieren.de, spk-konto[.]xyz sind Fälschungen.
  • Eingabe sensibler Daten: Sie sollen auf der Seite Ihre Online-Banking-PIN TANs oder komplette Kartendaten eingeben. Das verlangt Ihre Sparkasse nicht.
  • Technische Auffälligkeiten: Das Zertifikat fehlt oder ist seltsam, die Seite funktioniert „halb“, das Impressum fehlt oder ist kopiert. Achtung: Das Schloss-Symbol in der Adressleiste allein reicht nicht.
  • Fehlerhafte Sprache: Holprige Formulierungen, falsche Groß- oder Kleinschreibung, komischer Ton. Sparkassen-Texte sind sauber und professionell.

Wenn Sie unsicher sind, schließen Sie die Seite oder leiten Sie diese an Ihre Sparkasse weiter.

Was tun im Verdachtsfall

So handeln Sie bei Betrugsverdacht

Sparkasse kontaktieren

Melden Sie sich sofort bei Ihrer Sparkasse – auch wenn Sie unsicher sind. Wir prüfen den Fall gemeinsam mit Ihnen.

Zugänge sperren

Lassen Sie bei Bedarf Ihr Online-Banking, Karten oder Zugänge zu Apps und TAN-Verfahren sperren. So verhindern Sie möglichen Schaden.

Vorfall melden

Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Das hilft, Betrug aufzuklären und andere zu schützen.

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